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                                            Foto: Wolfram Glindmeier                            


Gesetz und Freiheit 

Nie wieder Krieg und Zerstörung!

Nie wieder Hass und Vernichtung!

  

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist.“

Micha 6,8 – Wochenspruch für die Woche ab dem 17. Oktober 2021

 

Dieser Satz scheint so klar, und doch lässt er so vieles offen.

Was ist denn „das Gute“?

Und wer entscheidet das?

Das, was die größte Freiheit ausmacht, ist die eigene Verantwortung.

Aber sie ist auch das Anstrengendste.

Verantwortung wahrnehmen heißt, sich über die Gründe, aber auch über die Folgen im Klaren zu sein. Es heißt aber auch, die Folgen für andere mit zu beachten. Und dann wird es komplex und anspruchsvoll.  

Gott möchte gelebte und wahrhaft wahrgenommene Verantwortung.

„Das Gute“ ist uns gesagt, - gelebt und verantwortet werden muss es von jedem und jeder einzelnen selbst.

 

Bleiben Sie behütet!

Pastor Wolfram Glindmeier, Stockelsdorf

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„Ist jemand unter euch krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, dass sie über ihm beten und ihn salben mit Öl in dem Namen des Herrn.“ Jak. 5,14


Liebe Gemeinde, wenn jemand krank ist, dann besuchen einen die Freunde, die Familie, die Nachbarn. Das ist guter Brauch, das ist ein Werk christlicher Nächstenliebe. Wie gut das tut, habe ich auch selbst schon erfahren können. Dann freut sich das Herz, die Schmerzen werden erträglicher, der Wille zur Genesung wird gestärkt. Im Bibeltext wird sogar davon gesprochen, dass man selbst um Begleitung bitten soll, um Gebet und Salbung!

Ja, ich finde, es ist gut zu wissen, dass andere an einen denken, für einen beten, sogar die Hand halten, wenn nötig. Das sind Zeichen, die gut tun – da fühlt man sich nicht mehr so verloren, sondern aufgehoben und geborgen in einer Gemeinschaft. Der Mensch besteht eben aus der Einheit von Geist, Körper und Seele, und die Seele braucht Trost, Ermutigung und Stärkung. Dass wir das immer wieder erfahren und auch anderen damit weiterhelfen, das wünsche ich uns allen.                                                Ihre und Eure Brigitte Mehl



Erntedank. Trotz Corona? Natürlich! Zu Beginn der Pandemie haben wir einen Eindruck davon bekommen, was Mangel bedeuten kann: leere Regale. Nudeln, Reis, Mehl, H-Milch, Toilettenpapier, Gemüse und Obstkonserven, Hefe: alles kurzfristig nicht lieferbar. Wer schlau war, hatte vorgesorgt und den eigenen Keller gefüllt. Viele waren schlau – andere hatten das Nachsehen. Inzwischen hat sich vieles normalisiert.

 

Trotzdem gibt es jede Menge Anlass, dankbar zu sein. Für alles, was in dieser Zeit gelungen ist und was uns geholfen hat, mit der besonderen Situation klarzukommen. Für die Unterstützung in der Nachbarschaft. Für neue Kontakte und besondere Erfahrungen. Manche haben in der Zeit des Lockdowns und danach ihren Garten und die nähere Umgebung neu kennen und schätzen gelernt – mit all dem, was dort wächst und blüht und Früchte bringt.

Und es gibt jede Menge Anlass, dass wir uns noch mehr als bisher unserer Verantwortung für die Zukunft der Schöpfung und für den Zustand unserer Erde bewusst werden. Wie kann es gelingen, dass genug zum Leben für alle da ist – und dass Einzelne nicht das Gefühl haben, sie kämen zu kurz? Das Erntedankfest ist auch eine Gelegenheit, zu fragen:

Womit bin ich so gesegnet, dass ich es teilen kann.

Wie wird das Herz so fröhlich und groß, dass es gerne gibt?

 

Bleiben Sie behütet und dankbar

Ihre und Eure Maren Griephan

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Erntedank. Trotz Corona? Natürlich! Zu Beginn der Pandemie haben wir einen Eindruck davon bekommen, was Mangel bedeuten kann: leere Regale. Nudeln, Reis, Mehl, H-Milch, Toilettenpapier, Gemüse und Obstkonserven, Hefe: alles kurzfristig nicht lieferbar. Wer schlau war, hatte vorgesorgt und den eigenen Keller gefüllt. Viele waren schlau – andere hatten das Nachsehen. Inzwischen hat sich vieles normalisiert.  

Trotzdem gibt es jede Menge Anlass, dankbar zu sein. Für alles, was in dieser Zeit gelungen ist und was uns geholfen hat, mit der besonderen Situation klarzukommen. Für die Unterstützung in der Nachbarschaft. Für neue Kontakte und besondere Erfahrungen. Manche haben in der Zeit des Lockdowns und danach ihren Garten und die nähere Umgebung neu kennen und schätzen gelernt – mit all dem, was dort wächst und blüht und Früchte bringt.

Und es gibt jede Menge Anlass, dass wir uns noch mehr als bisher unserer Verantwortung für die Zukunft der Schöpfung und für den Zustand unserer Erde bewusst werden. Wie kann es gelingen, dass genug zum Leben für alle da ist – und dass Einzelne nicht das Gefühl haben, sie kämen zu kurz? Das Erntedankfest ist auch eine Gelegenheit, zu fragen:

Womit bin ich so gesegnet, dass ich es teilen kann.

Wie wird das Herz so fröhlich und groß, dass es gerne gibt?

 

Bleiben Sie behütet und dankbar Ihre und Eure Maren Griephan

Blatt-schwebt

Es schwebt…,  

…dieses gelbe Blatt. Mitten auf dem Waldweg, auf Augenhöhe kommt es mir entgegen.

Schweben ist wunderbar. Leichtigkeit geht damit einher, zwischen Himmel und Erde sein.  

Die Bibel beginnt damit, dass der Geist Gottes über den Wassern schwebte. Der hebräische Ausdruck für das Schweben (rachaf) ist wohl mit dem Wort Ruach = Wind oder Geist, verwandt; ebenso auch mit dem Begriff für Weite (rachab).

Ich denke, es ist nicht zufällig, dass die Bibel für Gottes Geist einen Begriff wählt, der weit öffnet und durchatmen lässt. Wir sind eingeladen, uns innerlich und äußerlich zu bewegen.  

In Psalm 118,5 ist sehr deutlich ausgedrückt, was mit der Weite gemeint ist: „Aus der Enge habe ich zu Gott gerufen, geantwortet hat Gott in Weite.“  

Wir lesen nicht, WAS Gott antwortet – die Antwort ist immer neu - und für jede und jeden persönlich.  

Gute Spaziergänge wünsche ich Ihnen,

Ihre Almuth Jürgensen