geistliches Wort

Ich liege auf einer Wiese in diesen Frühlingstagen. Mein Blick ist in den Himmel gerichtet. Wenige Wolken ziehen über den blauen Himmel.

Wo fängt der Himmel an und wo hört er auf?

Für mich ist das Liegen auf der Wiese im Frühling und im Sommer und einfach den Himmel anzuschauen ein schönes Ritual. 

Der Blick in den Himmel lädt mich zum Verweilen ein. Zum Innehalten. Zum Loslassen. 

Der Himmel erzählt mir, wie es ist, den Alltag zeitweise zu vergessen und über den Dingen zu stehen. Ich fühle mich frei. Der Himmel erzählt mir, die alltäglichen Dinge loszulassen. Ich sehe die Sorgen des Alltags anders. Der Himmel erzählt mir von Möglichkeiten in meinem Leben, die ich gerne nutzen will. Ich spüre Leichtigkeit.

Wo fängt der Himmel an? Im Loslassen. Im Frei-Geben. Im Frei-Fühlen.

Ein gesegnetes Himmelfahrtswochenende wünscht

Ihr

Vikar Alexander Dietz

Die Sehnsucht nach Geborgenheit ist groß.

Mit dem kleinen Vogel als Fingerfigur wird Kindern spürbar, wie es sich anfühlt, in Gottes Hand geborgen zu sein.

Auch wir brauchen dieses Gefühl, nicht allein zu sein. Der Vogel ist wohlgeborgen in der Hand. Spürbar wie in Gottes Hand. 

„Gott, ich danke dir, dass ich bei dir geborgen bin. Amen.“

Bleiben Sie behütet!    Pastor Wolfram Glindmeier

Langsam und behutsam sind in diesen Tagen immer mehr Dinge wieder möglich. Wir dürfen überall einkaufen, zum Friseur gehen und wieder Gottesdienst feiern. Alles unter besonderen Hygieneauflagen und vor allem mit dem nötigen Abstand.

Noch immer finde ich es ungewohnt, wenn ich Menschen treffe, ihnen nicht die Hand zu geben oder sie zur Begrüßung zu umarmen.

Für mich ist die Nähe zu Menschen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen selbstverständlich gewesen und elementarer Bestandteil. Jemandem aufmunternd auf die Schulter zu klopfen, ein trauriges Kind in den Arm zu nehmen, sich abzuklatschen, wenn etwas gelungen ist, das gehört einfach dazu.  Diese Nähe fehlt mir. 

Dann lese ich in der Bibel Gott nahe zu sein ist mein Glück“ (Psalm 73, 28)

Nähe gibt Menschen Kraft. Nähe gibt Sicherheit und das Gefühl, nicht allein zu sein. Nähe ist ein Weg, um Liebe zu zeigen und Liebe zu erleben. Da, wo Nähe nicht erdrückt, erfüllt sie ein tiefes menschliches Bedürfnis. 

Deshalb ist Gott uns Menschen nahe – das steht im Zentrum des christlichen Glaubens. Gott ist Menschen nahe durch die Luft, die sie atmen, die Sonne, die sie spüren, den Regen, der sie erfrischt.
So können Menschen Gottes Nähe fühlen – und Gott danken für das, was Gott gibt.
Vielleicht können wir bald auch wieder anderen Menschen nahe sein …

Herzliche Grüße und bleiben Sie behütet        

Maren Griephan, Diakonin

„Was mache ich, wenn Corona vorbei ist?“ Freunde treffen, Oma und Opa besuchen, meinem Hobby oder meinem Ehrenamt wieder nachgehen … Die Sehnsucht hält die Hoffnung wach. Und ich freue mich auf die Gottesdienste, die wir nun bald wieder feiern dürfen! Schön war es für mich trotzdem, an den vergangenen Sonntagen in die ansonsten geschlossene Kirche gehen zu können, stellvertretend für andere Kerzen anzuzünden und sich im Gebet mit anderen zu verbinden. Aber jetzt fällt mir doch ein Stein vom Herzen. Wann und wie wir den ersten Gottesdienst wieder feiern, steht in diesem Moment, in dem ich dies schreibe, nicht fest. Aber die Aussicht ist ja auch schon ein erster Schritt auf dem Weg zum Gottesdienst. Und deshalb lege ich einen Stein von meinem Schreibtisch zu dem Stein auf dem „Pfad der versteinerten Gedanken“ vor die Kirche.

Herzliche Grüße, bleibt behütet und bis bald,

Ihre und Eure Brigitte Mehl

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.  
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. 
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.“

Alte Worte aus Psalm 23. Oft sind sie wiedergekaut worden in bangen Nächten oder ängstlichen Tagen ohne Zukunft. Vielen haben sie das Beten leichter gemacht in Zeiten, in denen es am Wesentlichen gemangelt hat. Wer wünscht sich nicht die Fülle des Lebens, wenn so vieles ungewiss ist?

Und ob ich schon wanderte im Finstern Tal, fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. 
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.“

Manche Worte werden zu Trostworten. Sie sprechen nicht nur vom Trost, sondern sie spenden Trost. Schlichte Sätze manchmal. Wie eine bergende Hülle weben sie sich um mich entgegen allem Augenschein. Mich jedenfalls berührt es immer wieder, von Geschichten zu hören, in denen Psalm 23 getröstet hat.

Beste Grüße

Ihr

Vikar Alexander Dietz

„Mein Gott, du bist schön und prächtig geschmückt. Licht ist dein Kleid, das du anhast.“ Psalm 104,1+2

Liebe Leserin, lieber Leser,

Im Frühjahr erwacht die Natur und mit ihr die Schönheit. Nach dem Dunkel und der Erstarrung des Winters kommt das Leben auf uns zu.

Die Natur braucht Zeit dafür. Die Pflanzen kommen langsam hervor. Das Lebensnotwendige muss gegeben sein. Die Sonne sorgt dafür, dass genug Licht und Wärme da sind und es braucht auch Zeit zum Wachsen und zum Entfalten.

Sich Zeit nehmen zum Wachsen, zum Zurückkehren ins Leben. Wo gibt es noch Grenzen, auch von außen gesetzte Grenzen, die wir einhalten sollten. Nicht zu schnell zu viel wollen. Sondern mit Sorgfalt und Geduld das Aufwachsen lassen, was uns zum Leben führt.

Wahrscheinlich wird es noch länger als die Frühjahrszeit dauert, bis wir wieder zur Normalität finden werden, aber wir machen uns langsam auf den Weg, neu das Leben zu ergreifen und zu gestalten.

Bleiben Sie behütet

Ihr Pastor Wolfram Glindmeier

Zum Seitenanfang