Mein innerer Karfreitagsmoment.“ 

Dieser Satz ist mir zum Sprichwort geworden. Er begleitet mich durchs Jahr und steht symbolisch für eine Bankroterklärung an mich selbst Dieses innere Karfreitagsgefühl kommt dann auf, wenn ich scheitere: An mir selbst, meinen Ansprüchen und an denen anderer Menschen. In so einem Moment betrachte ich die verborgenen, weniger schönen Seiten an mir. Halte mir selbst den Spiegel vor und werfe einen ehrlichen Blick auf mich selbst. Dieser Blick in den Spiegel zeigt mir meine Menschlichkeit und Hilfsbedürftigkeit auf. Aus dem Scheitern komme ich alleine schlecht raus.

Es braucht einen Bürgen, der mit für mich einsteht und mir einen Teil der Last abnimmt, sie mit trägt, ein gutes Wort für mich einlegt und mir Mut zuspricht. Ihm kann ich mich zeigen wie ich bin. Vor ihm bin ich nicht defizitär. Er schaut mit mir in den Spiegel und weint auch mit mir. Sein Blick auf mich ist liebevoll.

Sie sind eingeladen Ihren Blick in den Spiegel mit ans Kreuz zu hängen. Schreiben Sie ihre Spiegelgedanken auf einem Blatt Papier in das Kreuz hinein. Falten Sie es zusammen und vergraben Sie es. Mit dem Osterlicht am Ostermorgen wird all das mit auferstehen. Jesus trägt es mit. Das Licht der Hoffnung kommt.

Bleiben Sie behütet!

Vikarin Braunsteiner

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