Es darf sein.

Es darf sein, dass das kalte, nass-graue Novemberwetter einem das Gemüt verhagelt.
Dass die Tage, in denen wir unserer Toten und Gefallenen gedenken, eine Herausforderung sind.
Dass ein Tag mit Maske sich manchmal länger und beschwerlicher anfühlt, als andere.
Dass es schwer fällt aufzustehen, weil es sich anfühlt, als wiege die Last auf dem Herzen schwer wie ein Stein. Der Novemberblues bläst dem Coronablues ins Horn.

Doch da ist auch viel Schönes, dass  e r l e b t  werden will. Die bunten Blätter, die die Welt zum Leuchten bringen und raschelnd im Wind zu Boden gleiten. Die kühle, frische Luft am Morgen, die einem beim Öffnen des Fensters entgegenschlägt. Die schönen Erinnerungen aus vergangenen Tagen. Die Begegnungen, die möglich sind und ein strahlendes Lächeln auf das Gesicht zaubern. Die Kerzen, deren warmer Schein es heimelig machen und deren Licht in der Dunkelheit erst richtig zur Geltung kommt. Uns Hoffnung spendet.

Auch das darf sein!

Ich lade Sie und Euch ein sich all das, was auf dem Herzen liegt,  b e w u s s t  zu machen. Es im Gebet oder in einem Moment der Stille vor Gott zu bringen. Es auch bei ihm s e i n  zu lassen. 

"Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken." (Mt 11,28)

Gott trägt die Last mit und will uns b e l e b e n. Uns Mut machen und Hoffnung spenden. Sie und Ihr seid eingeladen den Blick auf das Leuchtende, das Lebendige zu richten. Sich auf Gott auszurichten. Ihm den Stein des Herzens anzuvertrauen und das Licht einziehen zu lassen. Ihm in der Dunkelheit  R a u m  zu geben. 

Bleiben Sie und bleibt Ihr wohl behütet und gesund!

J. Braunsteiner

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