„Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.“ (Koh 3,1)

Dieser Vers begleitet mich zurzeit, wenn ich in den Garten schaue und sehe, dass die letzten Blumen und Sträucher verblühen und mit ihnen die Düfte des Sommers verschwinden. Vermissen werde ich einiges am Sommer. Besonders seine Farbenpracht und das volle Leben, das einen von allen Seiten umgibt. Doch dann denke ich an den Herbst, der mit seinen bunten Blättern, den flauschigen Pullovern und dem heißen Kakao auf mich wartet. Es wird langsam Zeit den Herbst einzuladen und seine Schätze zu entdecken.

Alles im Leben hat seine Zeit. Und obwohl manches wie die Jahreszeiten verlässlich wiederkehrt, so gibt es doch immer wieder kleine Überraschungsmomente. Etwas, dass uns dazu auffordert uns darauf einzulassen. Das mag ich sehr, denn so kommt keine Langeweile auf! So wird es möglich, neue Facetten des Lebens zu entdecken, die den gewohnten Lauf durchbrechen und etwas Neues denkbar machen.

Ich wünsche uns allen, dass es uns gelingt diese Übergänge im Leben bewusst wahrzunehmen. Es ist ein wichtiger Prozess, sich von Liebgewonnenem zu verabschieden, um offen für Neues zu sein. Da ist es gut zu wissen, dass Gott mitgeht und dass alles, Schweres und Freudvolles, bei ihm geborgen ist.

Ihre Vikarin J. Braunsteiner

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