Langsam und behutsam sind in diesen Tagen immer mehr Dinge wieder möglich. Wir dürfen überall einkaufen, zum Friseur gehen und wieder Gottesdienst feiern. Alles unter besonderen Hygieneauflagen und vor allem mit dem nötigen Abstand.

Noch immer finde ich es ungewohnt, wenn ich Menschen treffe, ihnen nicht die Hand zu geben oder sie zur Begrüßung zu umarmen.

Für mich ist die Nähe zu Menschen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen selbstverständlich gewesen und elementarer Bestandteil. Jemandem aufmunternd auf die Schulter zu klopfen, ein trauriges Kind in den Arm zu nehmen, sich abzuklatschen, wenn etwas gelungen ist, das gehört einfach dazu.  Diese Nähe fehlt mir. 

Dann lese ich in der Bibel Gott nahe zu sein ist mein Glück“ (Psalm 73, 28)

Nähe gibt Menschen Kraft. Nähe gibt Sicherheit und das Gefühl, nicht allein zu sein. Nähe ist ein Weg, um Liebe zu zeigen und Liebe zu erleben. Da, wo Nähe nicht erdrückt, erfüllt sie ein tiefes menschliches Bedürfnis. 

Deshalb ist Gott uns Menschen nahe – das steht im Zentrum des christlichen Glaubens. Gott ist Menschen nahe durch die Luft, die sie atmen, die Sonne, die sie spüren, den Regen, der sie erfrischt.
So können Menschen Gottes Nähe fühlen – und Gott danken für das, was Gott gibt.
Vielleicht können wir bald auch wieder anderen Menschen nahe sein …

Herzliche Grüße und bleiben Sie behütet        

Maren Griephan, Diakonin

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