„Die Nacht, in der das Fürchten wohnt,

hat auch die Sterne und den Mond.“

Dieses kleine Gedicht der Lyrikerin Mascha Kaleko unter dem Titel „Nachts“ begegnete mir im meinem Fasten-Kalender vor einigen Tagen. Ja,- dunkel wirkt es rund um uns herum in diesen Corona-Tagen. Das Fürchten ist groß geworden in dieser Zeit,- die Ungewissheit,- die Angst,- das Zweifeln und Fragen.

Doch das können wir auch finden in der Nacht: die Sterne und den Mond. Je dunkler es wird, umso mehr kann man sie hier und da scheinen und leuchten sehen. Sicher: Man muss genau hingucken. Manchmal auch geduldig warten, bis sich Wolken wegschieben. Aber sie sind da.

Es sind die anderen Erfahrungen, die uns auch begegnen: Manches kleine, aufmunternde Wort, wo wir es gar nicht erwarten. Menschen, die helfen und unterstützen, wo es nötig ist. Oder andere, die mit neuen, aufmunternden Ideen über das Internet das Leben auch in diesen Tagen versuchen, erträglicher zu gestalten.

Es lohnt sich, genau hin zu gucken und darauf zu achten.

In der Nacht des Fürchtens finden sich immer wieder Spuren des Lichtes. 

Hans Kilian, Pastor

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