Jüdischer Friedhof Stockelsdorf

Eine historische Sehenswürdigkeit in Stockelsdorf ist der jüdische Fried­hof. Durch seine Lage und durch den unberührten Charakter der Gräber mit ihren geheimnisvoll wirkenden Inschriften übt er eine Faszination aus. Er ist eine grüne Oase mitten im verkehrsreichen Zentrum, versteckt hinter Fliederbüschen, die ihn von einer großen, geteerten Parkplatzanlage abtrennen.

Der Stockelsdorfer Jüdische Friedhof umfasst ein kleines Areal mit 37 Grabmalen, die zumeist gut erhalten sind. Auf den meisten Grabmalen sind hebräische Inschriften. Die früheste/n Bestattun­g/en datieren von 1815.

 

Zehn der Gräber haben auch Angaben in lateinischer Schrift. Aus einer dieser lateinischen Inschriften geht hervor, dass die letzte Bestattung im Jahr 1919 stattfand.

 

Die Gemeinde Stockelsdorf und die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Stockelsdorf möchten einen Bildband über den jüdischen Friedhof in Stockelsdorf herausgeben und werden durch eine Autorengruppe begleitet und unterstützt.

 

Buchprojekt „Guter Ort"

Folgende Inhalte sind vorgesehen:

  • Geschichte des Friedhofs
  • fotografische Portraits der Grabmale
  • Übersetzung der Grabinschriften samt biografischen Angaben zu den dort begrabenen Kindern, Frauen und Männern
  • Deutung der Symbole und epigrafischen Besonderheiten auf den Grabmalen
  • Erläuterung der hebräischen Schriftzeichen
  • künstlerische Graphiken zu den Grabmalen
  • Friedhofspädagogik

 

Durch dieses Projekt wird der jüdische Friedhof als Stockelsdorfer Kleinod gewürdigt und in Schleswig-Holsteins als feste Größe etabliert. Der Bildband möchte u.a. dazu einladen, den Friedhof zu besuchen – z.B. auch mit Schülerinnen und Schülern. Wir möchten vergangenes und gegenwärtiges Judentum in unsere Mitte holen.

 

Zeitplan für die Fertigstellung des Bildbandes: 2017/2018

 

Autorengruppe: Natanja Hüttenmeister, Almuth Jürgensen, Harald Werner, René Blättermann, Rolf Verleger, Silke Schulze-Gattermann

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