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Ich mag gerne essen.

Am liebsten mit anderen Menschen gemeinsam.

Es ist schön, für Freunde oder Familie zu kochen und dann gemeinsam an einem Tisch zu sitzen und zu essen. Und fast noch schöner ist es, wenn jemand für mich gekocht hat und dann das fertige Essen zu genießen.

Überhaupt mit anderen zusammen zu kochen macht Spaß. Auf den Sommerfreizeiten mit den Jugendlichen so eine richtige Küchenschlacht zu veranstalten, ist toll.

Aber egal wie das Essen auch ist, eine einfache Butterstulle oder ein fünfgängiges Menü: Hauptsache, ich kann es mit anderen genießen.

Das war wegen der Kontaktbeschränkungen in den letzten Monaten kaum möglich.

Nun langsam können wir ja diesbezüglich ein wenig positiv in die Zukunft schauen.

Zur Küchengemeinschaft und zur Tischgemeinschaft gehört, dass jede und jeder etwas beiträgt, damit etwas Schönes entsteht.

Ein gedeckter Tisch, an dem Menschen zusammenkommen, miteinander essen und trinken, lachen, sich ihre Lebensgeschichten erzählen, aber auch streiten im besten Sinne und ringen um die Zukunft, das ist ein wunderbares Symbol der Gemeinschaft.

Ich freue mich, dass durch das Abendmahl diese Tischgemeinschaft im Zentrum unserer Kirche steht - durch all die Jahrhunderte.

Ich wünsche uns, dass wir uns um diesen Tisch nicht aus Pflichtgefühl versammeln, sondern aus Freude an der Gemeinschaft. Dass wir andere nicht einladen, weil man das eben tut, sondern weil wir neugierig auf sie sind. So können uns das Abendmahl und auch die Tischgemeinschaft im Alltag bereichern, weil alle sich ganz persönlich willkommen fühlen.


Ich wünsche uns, dass wir das in Zukunft wieder gemeinsam erleben können.

Bleiben Sie behütet

Maren Griephan

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