Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin;

wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. 
(Psalm 139,14)

Ich weiß nicht, wie es Ihnen und euch geht, aber mir fällt es manchmal schwer mich als ganz wunderbare Person anzusehen. Da sind altersbedingt schon einige „Abnutzungserscheinungen“ zu sehen so wie auf dieser alten Milchkanne, die noch älter ist als. Es sind einige Risse zu sehen, wenn man genau hinschaut und auch die Farben leuchten nicht mehr so strahlend wie früher.

Ich denke, dass es den meisten Menschen so geht wie mir. Viele haben Mühe damit, sich selber so anzunehmen wie sie sind.

In dem Psalmvers spricht König David davon, wie Gott uns Menschen sieht.

Ich bin Gottes wunderbare Schöpfung. Ich stelle mir vor, dass Gott sich viele Gedanken gemacht hat, als er mich erschaffen hat. Er hat sich unendlich viel Mühe gegeben, mich zu diesem einzigartigen Individuum zu machen, das ich bin.

Und das gilt für jeden von uns.

Aus Davids Worten sprechen ein unvergleichlich großes Gottvertrauen und eine Überzeugung. Er bedankt sich bei Gott, der ihn wunderbar gemacht hat.

Da steckt ein großes Staunen drin, ein Staunen über das Wunder der Schöpfung. Es geht David nicht um Vollkommenheit des Menschen, sondern darum, dass jeder Mensch für sich in Anspruch nehmen darf, dass Gott ihn gemacht hat, gewollt hat mit allen Stärken und Schwächen, Begabungen und Unzulänglichkeiten.

Das macht mich frei von Vergleichen mit anderen Menschen. Es gibt ja immer Menschen, die schöner, klüger, reicher und aktiver sind als ich

Das ist ein wunderbares Geschenk an uns Menschen; die Gewissheit zu haben, dass wir so, wie wir sind, geliebte Kinder Gottes sind.

Ihre und eure Maren Griephan

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